Nicht nur im Weltsaal des Auswärtigen Amts wird hitzig über Europa diskutiert. Auch in den Schulen findet das Thema großes Interesse: Das Innovationsspiel “Jugend denkt Europa” von IFOK ermöglicht Jugendlichen im Rahmen einer Projektwoche Ideen und Visionen für das Europa im Jahr 2020 zu entwickeln.
Schülerinnen und Schüler zweier Gymnasien in Schwarzheide/Brandenburg haben heute den Teilnehmern der Europäischen Bürgerkonferenz in Deutschland die Ergebnisse ihrer Projektwoche vorgestellt – ein krönender Abschluss für die Jugendlichen.
Betriebskindergärten in allen größeren Unternehmen, ein Mindestlohn in ganz Europa und finanzielle Hilfen, die auch wirklich bei Kindern und Jugendlichen ankommen: Das und viele weitere konkrete Maßnahmen schlagen die Schüler vor. Damit finden sich viele Parallelen zu den Empfehlungen der Bürgerkonferenz.
Im Rahmen des Projekts informieren sich die Jugendlichen über globale Trends und entwickeln ihre eigenen Ideen für die Zukunft Europas. Fachkundige Referenten unterstützten sie mit Informationen aus erster Hand. Politische Paten aus Europaparlament, Bundestag oder Landesparlamenten geben Einblicke in die politische Praxis. Zeitgleich mit der Projektwoche in Deutschland findet das Innovationsspiel auch in mindestens einem anderen europäischen Land statt, so dass die Jugendlichen sich länderübergreifend über ihre Ergebnisse austauschen können.
Über die Projektwoche sind die Jugendlichen aus Schwarzheide/Brandenburg noch immer begeistert: „In der Woche kann man sich viel intensiver mit dem Thema beschäftigten, wofür im normalen Unterricht nicht so viel Zeit bleibt.” Sie haben nicht nur etwas über Europa gelernt, sondern auch Teamfähigkeit und Präsentationstechniken gelernt. Die Reise nach Berlin war für sie ein ganz besonderes Erlebnis: „Für die Schülerinnen und Schüler ist es schön zu sehen, wie ihre Ideen in die Europäische Bürgerkonferenz einfließen”, sagt die Lehrerin Tessie Franke, die ihre Schüler gemeinsam mit dem Schulleiter Dietmar Ziller nach Berlin begleitet hat. Das Projekt könne einen Beitrag dazu leisten, die Jugendlichen für das Thema Europa zu begeistern und sie auf Partizipationsmöglichkeiten hinzuweisen. Am Ende der Woche ist allerdings auch klar: „Bis 2020 gibt es in Europa noch einiges zu tun!”, resümiert die Schülerin Jane Lebhahn